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Niederschönhausen - Historisches

Schloss Schönhausen und die schöne grüne Umgebung zogen immer mehr Berliner an und der Ort verlor seinen ländlichen Charakter. Waren es 1890 noch rd. 3.000 stieg die Einwohnerzahl 1910 auf rd. 16.000. Waren es zuerst Sommersitze, bauten sich dann betuchte Berliner prächtige Villen und Niederschönhausen erlangte eine gewisse Exklusivität. Zu den bekanntesten Persönlichkeiten gehörte der Bankier Christian Brose, der in der heutigen Dietzgenstraße ein Ensemble aus drei Gebäuden, von denen heute nur noch ein kleines Traufenhaus geblieben ist, das vom Freundeskreis der Chronik Pankow e. V. genutzt wird, und einen Park anlegen ließ. Zu seinem Freundeskreis gehörten namhafte Persönlichkeiten wie Schinkel, Beuth, Franz Krüger, Daniel Rauch sowie die Kaufleute Wollank und Knoblauch.

Aber auch die einfachen Leute kamen gern nach Niederschönhausen. Entlang der heutigen Grabbeallee und der Dietzgenstraße befanden sich viele Ausflugslokale, an die das Ballhaus in der Grabbeallee heute noch erinnert.

Mit der Gründung der DDR blieb Niederschönhausen weiterhin begehrter Wohnort. Rund um den Majakowskiring und in seine Nebenstraßen zogen führende Politiker ein und blieben bis zum Umzug nach Wandlitz. Dann kamen die Botschaftsresidenzen und die Gästehäuser. In der heutigen Beatrice-Zweig-Straße und dem Erpenbeck-Ring entstanden Ende der 40er Jahre sogenannte Intelligenzsiedlungen, in die Künstler und Wissenschaftler einzogen, die aus dem Exil zurück in die DDR kamen.

In Niederschönhausen treffen wir auf 300 Jahre deutsche Geschichte, zu der auch das Sowjetische Ehrenmal in der Schönholzer Heide gehört, das an die Gefallenen des 2. Weltkrieges, aber auch an die Millionen von sowjetischen Kriegsgefangenen und Zwangsarbeitern erinnert.

Heute hat Niederschönhausen bald 40.000 Einwohner und der Zuzug ist ungebremst.

(Text: Freundeskreis der Chronik Pankow e.V.)

 

Niederschönhausen - eine Region mit Potential

Niederschönhausen bietet heute viel: Das Schloss Niederschönhausen, Parks, gute Einkaufsmöglichkeiten, ein flächendeckender Altbaubestand und vieles mehr. Ein Kiez ist aber nur so gut, wie das Wohlbefinden seiner Bürger und Bürgerinnen. Um ein harmonisches, soziales Miteinander zu schaffen, braucht es das Engagement seiner Anwohner und Anwohnerinnen und gesellschaftlich tätiger Akteure. Und es braucht Gelegenheiten des Austausches, des Visionen Spinnens, des sich gegenseitigen Unterstützens. Dafür steht die Kiezrunde Niederschönhausen und wir möchten jeden Bürger und Bürgerin, Gewerbetreibenden, gesellschaftlich Engagierten herzlich einladen, mitzuwirken. Jeder kann sich einbringen – jeder kann sich aktiv für seinen Kiez einsetzen. Wir möchten, dass alle gerne in Niederschönhausen leben und arbeiten. Uns ist wichtig, nicht nur mögliche Missstände und Fehlplanungen zu erkennen, sondern wir möchten uns aktiv an Lösungen beteiligen. Im Zuge der Entwicklung von denkbaren Modellen sehen wir den Bürger und die Bürgerin als Fachmann/Fachfrau, als Insider, als Teil der Lösung. Gerade der Bewohner und die Bewohnerin eines Kiezes wissen, wie sich das Leben dort anfühlt, und das zu allen Tages- und Nachtzeiten und im Frühling, Sommer, Herbst und Winter. Das ist eine Ressource, die genutzt werden sollte. Und Themen gibt es genug. Niederschönhausen befindet sich Umbruch: Zuzug von jungen Familien mit Kindern und eine wachsende Wohnraumverdichtung, ein steigender Bedarf an Wohneigentum, aber auch die Verdrängung Alteingesessener. Sind wir darauf ausreichend vorbereitet? Gründe genug, um genauer hinzusehen. Und das tun wir seit Beginn des Jahres 2012 und hoffen, dass sich noch viele beteiligen werden.  

(Text: Dirk Lashlee)


Impressionen


- bitte auf die Fotos klicken zur größeren Ansicht -

(Fotos 1-3: Torsten Metscher, Fotos 4-10: Freundeskreis der Chronik Pankow e.V.)